Natori Wasaku 名取和作 (1872-1959), Unternehmer, Gründer, Politiker 事業主, 起業家, 政治家

Informationen&Quellen 参考文献




Siehe auch zur Familiengeschichte Natori das Lebensbild der Urenkelin von Wasaku Natori Miho Natori  sowie seines Sohnes, des Fotografen Yônosuke Natori

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Kudo, Akira et al.: „Japanese-German Business Relations: Co-Operation and Rivalry in the Interwar Period, (Nissan Institute/Routledge Japanese Studies)
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Siemens in Japan

Takenaka, Toru: „Siemens in Japan: von der Landesöffnung bis zum Ersten Weltkrieg“. Aus dem Japan. Übersetzt und mit einer Einleitung von Wieland Wagner, Stuttgart:Steiner (Schriftenreihe: Zeitschrift für Unternehmensgeschichte / Beiheft 91)

Am Beginn der Siemens AG in Japan

Natori Wasaku 名取和作  (1872-1959) war einer der ersten Absolventen der privaten Eliteuniversität Japans, der Keiô Universität 慶應義 .

Im Jahr 1899 hatte er ein zweijähriges Stipendium für ein Auslandsstudium an der Columbia Universität in New York erhalten. Auf dem Rückweg nach Japan machte er 1901 auch in Berlin Station - die erste Verbindung seiner Familie nach Deutschland, die bis in unsere Zeit auf vielen Ebenen bewahrt wurde.

Nach seiner Rückkehr nach Japan wandte sich Wasaku Natori einer wenig erfolgreichen Wissenschaftskarriere an der Keiô Universität zu, um dann mehrere Berufsstationen in der japanischen Wirtschaft zu durchlaufen:

Im Jahre 1920 gründete er das Vorgängerunternehmen der heutigen Fuji Denki Group(1) (2) 「富士電気グループ 」 und wurde deren erster Präsident. Dieses Unternehmen war ein Gemeinschaftsunternehmen mit der Siemens A.G.   シーメンス 」. Der erste Namensteil dieses deutsch-japanischen Joint-Ventures  'Fu' 「フ」 wurde aus der japanischen Anfangssyllbe des Namens des japanischen Gründungsunternehmen, Furukawa Denko , und der zweite aus dem ersten Buchstaben des japanischen Namens von Siemen 'ji' 「 ジ] geschaffen.



Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Wasaku Natori in das japanische Oberhaus gewählt. Mit dem japanischen Premierminister Yoshida Shigeru 吉田 (1878-1967) verband ihn eine tiefe Freundschaft.

Auch die Frau von Wasaku Natori, Fukuko Natori, war familiär eng mit dem Großunternehmertum der Meiji-Zeit verbunden. Sie entstammte einer Mitsui Zaibatsu Familie. Ihr Vater war einer der Begründer der modernen japanischen Wirtschaft, der Großunternehmer Eiji Asabuki  朝吹 英二 (1849-1918). Er war großzügiger Förderer der Keiô Universität, an der auch Wasaku Natori studiert hatte, und darüber hinaus großer Kunstsammler.

Fukuko Natori, geborene Asabuki, war auch mit dem japanischen Aufklärer Yukichi Fukuzawa verwandt.

Die Familienlinie von Wasaku und Fukuko Natori führt aus der Gründerzeit des japanischen modernen Staates bis in die Gegenwart Japans. In fünf Generationen verkörpert sie die revolutionären Veränderungen, die ihr Heimatland Japan auf seinem historischen Weg von einem Feudalstaat in wenigen Jahrzehnten zu einer der großen Mächte in der internationalen Staatenwelt aufsteigen liess. Verbunden sind  auch die damit unvermeidbaren  Verwerfungen in der Gesellschaftsstruktur des Landes und im persönlichen Bereich der Familie Natori.

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