Urata, Tada(ko) 宇良田唯「子」 (1873-1936), Ärztin 女医

宇良田唯


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Japanische Studentinnen in Deutschland - Die erste Medizinerin, die in Marburg promoviert wurde

Dr. med. Tada(ko) Urata 宇良田唯「子」* (1873-1936) war neben Mizuko Takahashi eine der ersten japanischen Medizinerinnen, die in Deutschland in Berlin studierten  (Aeka Ishihara 石原アエカ博士 ). Als erste Frau überhaupt wurde sie in Deutschland an der Universität Marburg zum Dr. med. promoviert (1).

Ursprünglich hatte sie zwischen 1890 und 1892 den Beruf der Apothekerin in Kumamoto an einer Privatschule erlernt und 1895 ihre Approbation erhalten.

1899 bestand sie das Examen als Ärztin, immerhin bereits als die einundsechzigste öffentlich anerkannte Medizinerin Japans. Es sollte aber noch bis 1930 dauern, bis mit Kaneko Ishihara (1879-1938) die erste Japanerin in Japan an der staatlichen Universität Tôkyô promoviert wurde.

Mit der Dissertation ("Experimentelle Untersuchungen über den Wert des sogen. Credé'schen Tropfens", veröffentlicht in der 'Zeitschrift für Augenheilkunde', Band 13) wurde sie 1905 an der Universität Marburg von Prof. Dr. Ludwig Bach (1865-1912) promoviert.

In Marburg hatte sie engen freundschaftlichen Kontakt mit dem Doktorand in der Pathologie bei Prof. Ludwig Aschoff (1866-1942), Sunao Tawara 田原淳(1873-1912). Nach beiden Medizinern ist der 'Aschoff-Tawara-Knoten' benannt.

Beziehungen hielten Urata und Tawara auch mit dem Physiologen Makoto Ishihara 石原誠 (1879-1938), der in Deutschland bei Prof. Adolf Schenk (1871-1965) studierte,

Nach ihrer Rückkehr nach Japan 1906 eröffnete sie eine Augenheilpraxis in Kanda in Tôkyô.

1911 heiratete Dr. med Tada Urata den Japaner Tsunesaburô Nakamura (中村 常三郎).

Beide eröffneten 1912 in Tianjin in China die Privatklinik "Dôjin Byôin" , die bis 1932 betrieben wurde.
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(*) In der deutschen und japanischen Literatur wird der Vorname 'Tada" überwiegend angeführt; für den Vornamen 'Tadako' konnte nur ein japanischer Beleg gefunden werden.

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