Groth, Adolf Prof.Dr. グロト・アドルフ (1855-1934)、Schul- und Hochschullehrer, Schriftsteller 大学教授、文筆家











































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Siehe zu den japanischen Märchen auch Brauns, David und Karl Heise (alias Alberti)

(Quelle Abbildung links)

Der aus Schwerin stammende Adolf Groth (geb. 21.2.1855) hatte Philologie in Deutschland (Göttingen, Leipzig und Rostock), Italien (Florenz) und Frankreich (Strassburg) studiert, wo er 1878 auch promoviert wurde ("De M.Terenti Varronis de lingua Latina librorum codice Florentino") und 1879 als Lehramtskandidat bestallt wurde.

Von 1880 bis 1886 wurde er als Nachfolger von Rudolf Lange an die Kaiserlichen Universität Tôkyô berufen. Dort wurde er Deutschlehrer an der Vorschule der Medizinischen Fakultät und ab 1882 auch Professor für deutsche Literatur an der Literaturwissenschaftlichen Fakultät.

Nach seiner Rückkehr nach Deutschland übernahm er die Stelle eines Gymnasialprofessors in Berlin am Königlichen Luisen Gymnasium in Moabit. Wohnung bezog er in Berlin jedoch in Nikolassee, An der Rehwiese 1 b, wo er als engagierter Bürger bis in unsere Tage erinnert wird (siehe "Adolf Groth und Oskar Cordel, zwei verdiente Nikolasseer Bürger", Zehlendorfer Heimatbrief Nr. 1, 2010, S.11f).

Doch blieb sein Japan-Aufenthalt offensichtlich auch in Deutschland das Thema seines Lebens. So nannte er sein obiges Haus "Zur Morgensonne" - sicher eine nostalgische Replik auf den "Hi no Maru" (=Sonnenball) auf der japanischen Nationalflagge im "Land der aufgehenden Sonne" (Nippon).




Seine Erinnerungen an Japan erschienen 1910 unter dem Titel „Unfertige Gedanken“.

Offensichtlich hat er auch wesentlich an dem Werk des deutschen Pfarrers in Tôkyô), Otto Schmiedel: „Die Deutschen in Japan“ (aufruf- und lesbar in der Digitalen Bibliothek der OAG) mitgewirkt.

Mit hoher Wahrscheinlichkeit ist Adolf Groth mit dem "Dr. A. Groth", der japanische Märchen ins Deutsche übersetzte ("Vom alten Mann, der verdorrte Bäume zum Blühen brachte", T.Hasegawa, Tôkyô 1885, reprint 1931 und "Der Kampf der Krabbe mit dem Affen") identisch, dies konnte aber bisher nicht abschließend geklärt werden.

Auch ist Adolf Groth vermutlich zusammen mit einem Japaner der Verfasser des nachstehenden Lehrbuches gewesen:
"Deutsches Lesebuch für japanische Schüler." Verein für deutsche Wissenschaft in Japan, 1884

Er war langjähriges Mitglied der OAG (siehe NOAG, Nr.35, 22.7.1934).

Adolph Groth wurde auf dem romantischen Evangelischen Kirchhof Nikolassee in Berlin begraben. Leider ist seine Grabstelle heute abgeräumt. Auf diesem Friedhof befindet sich auch das Familiengrab des Architekten Hermann Muthesius (1861 - 1927) und seiner Familie. Wie Groth wirkte Muthesius in Japan und erbaute dort einen Kirchenbau für die Deutsche Gemeinde in Tôkyô.

Auf dem Kirchhof Niokolassee (links)                       Grabstelle Familie Hermann Muthesius (rechts)
(Zum Vergrößern bitte die Fotos anklicken)


(Dank gilt Hans-Konrad Rode für seine Hinweise zu Adolf Groth)





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